Schulprogramm
Das vollständige Schulprogramm finden Sie hier zum Download!
1. Wir sind eine kaufmännische Schule
Wir qualifizieren unsere Schülerinnen und Schüler erfolgreich für kaufmännische und verwaltende Berufe und/oder ein Studium bzw. begleiten die Erstausbildung als dua- ler Partner. Der Berufsbezug sollte in allen Bildungsgängen deutlich werden. Ziel ist aber nicht nur die Erreichung von Handlungsfähigkeit im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung, sondern auch in allen anderen Bereichen gesellschaftlichen Lebens. Kaufmännische Inhalte werden nicht nur in den wirtschaftlichen Fächern, sondern übergreifend in allen Fächern vermittelt. Ökonomisches Denken und Handeln in öko- logischer und ethischer Verantwortung ist ein wichtiger Schwerpunkt.
- Die sich ständig ändernden Bedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft stellen für die Schule eine Herausforderung dar, der sie sich stellt und die sie bewältigen will. Daher setzen wir uns auch für die Schaffung von Ausbildungsplätzen ein bzw. er- weitern unser vollzeit-schulisches Angebot auch durch die Schaffung neuer Raumkapazitäten. Auf die Entwicklung der Schule sollte jeder verantwortungsvoll Einfluss nehmen. Das eigene Bildungsangebot muss ständig überprüft werden. Verstärkte Praxisorientierung ist uns wichtig. Bei der Vermittlung von Handlungs- kompetenz orientieren wir uns an der Praxis, indem praxisnahe Unterrichtsmateri- alien eingesetzt werden. Praktiker aus den Betrieben ergänzen diesen Denkan- satz durch Vorträge und Diskussionen. Die LehrerInnen und SchülerInnen identifizieren sich mit der Schule – sehen diese als die ihre an – und fühlen sich wohl. Alle tragen zu einem positiven Schulklima bei.
2. Wir fassen Bildung und Erziehung als einen Verbund auf.
Neben der fachlichen Bildung sollen auch Sozial- und Humankompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler gefördert und ausgebaut werden. Die am Schulleben Beteiligten setzen sich mit Werten und Wertsystemen auseinander und fördern die Bereitschaft zur Toleranz vor allem gegenüber anderen Kulturen und religiösen Überzeugungen. Der zunehmende Anteil ausländischer SchülerInnen erfordert eine Vertiefung interkultureller Aspekte.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für ihr Leben sowie ihr schuli- sches Umfeld zu übernehmen.
Diese Verantwortung äußert sich in:
- Bereitschaft zum Lernen und zur persönlichen Weiterentwicklung.
- Selbstständigkeit und Selbstsicherheit ohne Selbstüber- oder
Selbstunterschät - Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Lage und Interessen anderer Personen und Rollenträger hineinzuversetzen.
Entsprechend ihrer Möglichkeit sollen die verschiedenen Unterrichtsfächer zur Förderung dieser Kompetenzen beitragen.
3. Wir legen Wert auf die Qualität schulischer Leistung.
Die Schulpraxis muss im offenen Dialog immer wieder untersucht, reflektiert und be- wertet werden. Nur so kann ein vertrauensvolles Klima für Lehrende und Lernende geschaffen werden. Die programmatischen Ziele sind in den einzelnen Bildungsgän- gen bekannt und werden in den Arbeitsplänen und Evaluationsvorhaben dokumen- tiert. Sie sind Ausdruck der gemeinsamen pädagogischen Grundorientierung unserer Schule. Sie drücken damit auch das gemeinsame Verständnis von Qualität aus und woran diese gemessen wird.
- Unsere gemeinsame Arbeit in allen Bereichen des Schullebens muss sich stets daran messen lassen, ob sie den Schülerinnen und Schülern zugute kommt und die Qualität des Unterrichts verbessert. In den Bildungsgangkonferenzen, die sich aus LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und Ausbildervertretern zusammensetzen, findet ein permanenter Austausch von Informationen statt. Bildungsgangspezifi- sche Ziele werden dort gemeinsam festgeschrieben und deren Erreichung wird permanent überprüft. In Abstimmung mit den Fachkonferenzen wird im gemein- samen Dialog an der didaktischen Jahresplanung und deren Ausgestaltung durch Lernsituationen gearbeitet. Evaluation ist ständiger Bestandteil der Bildungsgangarbeit.
- Zwischen LehrerInnen soll eine wirkungsvolle pädagogische Kommunikation stattfinden. Grundlage dafür ist die Bildung von Klassenteams, die möglichst über einen längeren Zeitraum konstant bleiben.
- Eine Dokumentation der Zielsetzungen, des Arbeitsstandes und zukünftiger Arbeitsschwerpunkte der einzelnen Bildungsgänge findet in der stetigen Fortschrei- bung der Bildungsgangprogramme statt, die dann jeweils in Arbeitsplänen und Evaluationsvorhaben zu konkretisieren sind. Die Qualität unserer Arbeit wird durch interne und/oder externe Evaluationsmaßnahmen begleitet. Dabei kommt dem Schülerfeedback eine besondere Bedeutung zu.
- Die verordnete einstündige Mehrarbeit (01.02.2004) wird ausschließlich im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler zur Qualitätssteigerung genutzt.
4. Wir sind eine Schule, der die Beratung und Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler wichtig ist.
Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt der Schule. Um ihnen einen Lebensraum zu bieten, in dem sie sich trotz heterogener Vorbildung, Lebenserfahrung, Interessen und Erwartungen entfalten und individuell entwickeln können, sind Beratung und Förderung ein zentrales Anliegen. Beratung wird den Schülerinnen und Schülern auch in Lebensfragen angeboten (Religionslehre, Sozialpädagogen).
- Beratung findet bereits in den Abgangsklassen (Klasse 9 und 10) vorgelagerter Schulen statt.
- Alle Schülerinnen und Schüler der Vollzeitschulen erfahren eine individuelle Auf- nahmeberatung und bei Bedarf eine Schullaufbahnberatung.
- In allen Bildungsgängen finden permanent Laufbahnberatungen statt (z.B. Wech- sel Handelsschule - Höhere Handelsschule, Wechsel Vollzeitschule - Berufsaus- bildung, Wechsel Industriekaufleute - Bürokaufleute).
- Zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf werden im Unterricht diverse Projekte durchgeführt: Bei den Schülerinnen und Schülern der Fachschulen liegt der Schwerpunkt auf Berufsorientierung, bei den Schülerinnen und Schülern der Berufsschulen begleitet die Simulation kom- plexer Handlungssituationen den realen beruflichen Alltag.
- Beratungsgespräche mit Vertretern des Arbeitsamtes und Berufsinformationstage mit Vertretern der Ausbildungsbetriebe werden organisiert. Über aktuelle Arbeits- platzangebote der Unternehmen wird regelmäßig durch Aushang informiert.
Eine zunehmende Differenzierung einzelner Unterrichtsfächer ermöglicht es sowohl Leistungsschwächere zu unterstützen als auch Leistungsstärkere zu fördern. Dies geschieht vor allem durch die Verbesserung der Sprachkompetenz und dadurch, dass wir nach Möglichkeit auf besondere Bedürfnisse, die durch die Ausbildungsbe- triebe definiert werden, eingehen. Für Berufsschülerinnen und -schüler besteht zu- sätzlich die Möglichkeit, Defizite im Rahmen der „ausbildungsbegleitenden Hilfen“, die durch das Arbeitsamt gefördert werden, abzubauen. Deutschkurse für ausländi- sche Schülerinnen und Schüler werden bei Bedarf eingerichtet. Außerdem bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler im Differenzierungsbereich der vollzeitschuli- schen Bildungsgänge speziell auf Einstellungsverfahren einzelner Branchen vor. Für die Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Handelsschule und der Gymnasialen Oberstufe organisieren wir Betriebspraktika.
5. Wir sind eine offene Schule.
An unserem Berufskolleg wird Wert gelegt auf die Kooperation mit Betrieben, Kammern und sonstigen Institutionen. Kompetenzzuwachs auf allen Ebenen soll auch über ein breitgefächertes Projektangebot erreicht werden.
- Die Schule lädt regelmäßig Experten ein, die zu fachspezifischen Themen referieren werden.
- Es finden regelmäßige Gespräche mit den Betrieben und Ausbildungsleitern statt.
- Betriebserkundungen werden für LehrerInnen und SchülerInnen regelmäßig angeboten.
- Kulturelle Aktivitäten bereichern das Angebot für die SchülerInnen. Im Bereich der Schulpartnerschaften werden bestehende Kontakte vertieft und ausgebaut.
- Außerschulische Projekte und Arbeitsgemeinschaften werden an unserem Berufskolleg verstärkt angeboten.
6. Wir sind eine lernende Schule
Durch die Erprobung neuer schulorganisatorischer Entwicklungen sowie die Nutzung hausinterner und externer Fortbildungsangebote versteht die Schule (Schulleitung und Kollegium) sich als eine ständig wachsende und lernende Bildungsinstitution, die von neuen Ideen profitieren kann und will. Dabei sollte auch Bewährtes weiterentwickelt und beibehalten werden.
- Neuentwicklungen bezüglich neuer schulischer Organisationsstrukturen werden bezüglich ihrer Übertragbarkeit auf unsere Schule überprüft und ggf. eingesetzt.
- Die Schulleitung unterstützt die Teilnahme an hausinternen sowie externen Fortbildungsmaßnahmen sowie die Teilnahme an gezielten Betriebspraktika für SchülerInnen und LehrerInnen.
- Die Integration junger LehrerInnen und ReferendareInnen in das bestehende Kollegium fördert den didaktisch-methodischen Austausch.
- Teamteaching und gegenseitige Hospitationen sind im Kollegium selbstverständ- lich.
- Jeder KollegeIn trägt eine Mitverantwortung für die pädagogische Entwicklung unserer Schule. Diese manifestiert sich z. B. in fortschreitenden Curricula, Lernfeldarbeit sowie der didaktischen Jahresplanung der Bildungsgänge.
7. Wir sind eine Schule, die neue Medien und Technologien sinnvoll nutzt.
Für jedes Mitglied des Kollegiums ist es selbstverständlich, moderne Medien und Technologien in die unterrichtliche Arbeit sinnvoll einzubeziehen.
- Die Integration der neuen Medien ist innerhalb der didaktischen Jahresplanung und durch die Organisation der Lernfelder erfolgt. Nur dann kann es gelingen, den SchülerInnen die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der neuen Medien aufzuzeigen.
- Die Einführung eines Raummanagements sorgt für eine optimale Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Dabei werden die vorhandenen Medien in Absprache mit betroffenen KollegenInnen durch Raumtausch effizient ausgenutzt werden.
- Eine Ausstattung mit PCs muss sowohl in Fachräumen als auch in Arbeitsgruppenräumen vorhanden sein.
- Um unsere umfangreiche DV-Anlage effektiv betreiben zu können, bedarf es ei- nes Miteinanders von SchülerInnen, LehrerInnen und den KollegenInnen, die sich um die speziellen Probleme der Wartung (Service-Team) kümmern.
- Das Problem der Wartung, Instandsetzung und des Ausbaus der DV-Struktur kann in Zukunft nicht mehr alleine schulintern gelöst werden. Hier ist gesteigertes Engagement des Schulträgers und des Landes NRW einzufordern.
Wir, die KollegenInnen, wissen, dass gerade ein kaufmännisches Berufskolleg immer offen sein muss für die Veränderungen in den technischen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Praxis. Wir sind uns aber ebenfalls bewusst, dass unser Erziehungsauftrag die Schülerinnen und Schüler zu kritischer Medienkompetenz führen soll.
8. Wir, die Kolleginnen und Kollegen, erwarten für uns und von uns kollegiales Verhalten.
Dazu tragen wir alle gemeinsam bei. Jeder Einzelne ist bereit, hierzu sein Möglichstes zu leisten.
Wir verstehen uns nicht als Einzelkämpfer, sondern ...
... arbeiten in Klassenteams zusammen.
Wir sind uns bewusst, dass die pädagogische Arbeit nur durch regelmäßige Kommunikation unter uns KollegenInnen effizient ist.
... tauschen uns untereinander aus.
Wir erreichen dies, indem wir uns gegenseitig Unterrichtsmaterialien wie Klausuren, Unterrichtsreihen usw. zur Verfügung stellen. Dies betrifft auch Parallelarbeiten.
... wissen die Arbeit des anderen zu schätzen.
Uns ist bewusst, dass die Arbeit und die Zusammenarbeit der KollegenInnen und aler MitarbeiterInnen zum Erfolg führt.
... stellen Unterstützung vor formale Regeln.
Daher werden wir auch in Zukunft einem KollegenIn, z.B. in Fällen besonderer privater Belastung, menschlich und kollegial helfen.
... sehen den Menschen hinter dem einzelnen LehrerIn.
Wir wissen, dass dazu gemeinsame Unternehmungen und Freizeitgestaltungen und nicht zuletzt auch das Feiern zählen.
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