Schulsozialarbeit am Rhein-Sieg-Berufskolleg in Siegburg

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Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 ist die Schulsozialarbeit fester Bestandteil des Beratungsangebots am Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg. Als Schwerpunkte gelten Einzelfallhilfe, Krisenintervention, präventive Gruppenangebote sowie Projektarbeit. Das Beratungsangebot bezieht sich sowohl auf schulische als auch auf außerschulische Bedarfe. Als primäre Zielgruppe gelten vor allem die Schülerinnen und Schüler, die sich in schulischen, familiären, persönlichen oder finanziellen Problemlagen befinden und sich nicht ohne Hilfe daraus befreien können.

Wichtigstes Ziel der Schulsozialarbeit an unserer Berufsschule ist es, die Jugendlichen bei der Bewältigung verschiedenster Anforderungen des Lebens zu unterstützen, zu stabilisieren, zu motivieren und zu stärken. Die sozialpädagogische Beratung und Unterstützung dient der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages unseres Berufskollegs. Selbstverständlich können Lehrkräfte, Eltern sowie unterstützende Institutionen sich ebenfalls vertrauensvoll an die Schulsozialarbeit wenden.

Grundlegend versteht sich die Schulsozialarbeit am Berufskolleg als integriert in ein Schulklima, welches von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Die Fachkraft für Schulsozialarbeit arbeitet dabei in gemeinsamer Verantwortung mit der Schulleitung und dem an der Schule tätigen Lehrerkollegium an der sozialen und kulturellen Integration sowie der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler (vgl. Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW vom 23.01.2008, 2). Dabei sind immer auch die Lehrkräfte Ansprechpartner für die Studierenden mit ihren Entwicklungsaufgaben und Problemlagen. Bei massiven Verhaltensauffälligkeiten oder komplexen Problemen wird die Fachkraft für Schulsozialarbeit hinzugezogen, welche dann im Bedarfsfall Kontakte zu außerschulischen Stellen (z. B. Trägern der öffentlichen Jugendhilfe, Schulpsychologen, Suchtberatung etc.) initiiert. Grundsätzlich wird gemäß des Runderlasses des Ministeriums NRW eine enge Zusammenarbeit zwischen der Fachkraft der Schulsozialarbeit, den Lehrkräften, der Schulleitung und den außerschulischen Beratungsinstitutionen angestrebt. Rechtliche Grundlagen sind dabei das Sozialgesetzbuch VIII: „Kinder- und Jugendhilfegesetz“ (KJHG), seine Ausführungsgesetze und, soweit vorhanden, entsprechende Gesetze, Richtlinien, Erlasse und andere Regelungen für die Tätigkeit sozialpädagogischer Fachkräfte an Schulen.

Durch ständige Präsenz in der Schule (Foyer, Büro, Klassenräume, Schülerinfothek, Pausenhof) haben die Jugendlichen die Möglichkeit, in Problemsituationen den Rat der Schulsozialarbeiter einzuholen. Schulsozialarbeit bietet sowohl informellen Rat zwischen „Tür und Angel“ als auch formelle Beratungsprozesse zu fest vereinbarten Terminen (Sprechzeiten) an. Vertraulichkeit und Freiwilligkeit sind wichtige Grundprinzipien, die für eine Beratung entscheidend sind. Aus kompetenter Beratung entwickelte sich bei Bedarf eine längerfristige sozialpädagogische Begleitung im Schulalltag oder die Einleitung einer systematischen Fallarbeit (z.B. Erstellung eines Hilfeplans in Kooperation mit anderen Einrichtungen / Institutionen der Jugendhilfe).

 

Die Schulsozialarbeit ist Ansprechpartnerin  für:

  • Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Siegburg
  • Eltern von Schülerinnen und Schülern
  • Lehrerinnen und Lehrer
  • Schülerunterstützende Institutionen wie Jugendamt, Beratungsstellen, Suchthilfe etc.

Handlungsfelder sind u.a.

  • Krisenintervention
  • Konflikte unter Mitschülerinnen / Mitschülern
  • Konflikte der Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften
  • Lernprobleme und Schulschwierigkeiten (Schulmüdigkeit, hohe Fehlstunden)
  • Probleme in den Familien, soziale Auffälligkeiten im häuslichen Umfeld
  • Hilfe im Umgang mit Behörden und Geld, Fragen zu Kindergeld, BAföG, BAB, Wohngeld, ALG II etc.
  • Suchterkrankungen, Schwangerschaft
  • Gerichtsverfahren
  • Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung und fehlende Zukunftsperspektiven
  • Suche nach Praktikums- und Ausbildungsstellen
  • Jobsuche
  • Suche nach weiteren Schulformen / Fortbildungsmöglichkeiten
  • Bildung und Teilhabe
  • Möglichkeiten der Freizeitgestaltung

Für Klassen- und Gruppenarbeit:

  • Anti-Mobbing-Training
  • Deeskalationstraining für Gewalt und Rassismus
  • Erlebnispädagogische Angebote
  • Projektarbeit (z.B. zum Thema Rassismus)

Vernetzung

Um die personellen Ressourcen optimal zu nutzen, ist Schulsozialarbeit am Berufskolleg Siegburg sowohl extern als auch intern optimal zu vernetzen:

Externe Vernetzung

  • Teilnahme an lokalen/regionalen Netzwerken
  • Teilnahme an regionalen Fachgruppen
  • Teilnahme an Arbeitskreisen
  • Teilnahme an Fachbesprechungen externer Dienste (Jugendamt, Beratungsstellen, Suchthilfe, Freizeitangebote, Vereine etc.)
  • Gemeinsame Fortbildungen mit Mitarbeitern externer Dienste
  • Teilnahme an Hilfeplangesprächen


Interne Vernetzung

  • Teilnahme an Konferenzen der Schulmitwirkungsorgane (Schülervertretung, Lehrerkonferenz, Schulkonferenz, Bildungsgangkonferenz etc.)
  • Teilnahme an Arbeitsgruppen und Teams
  • Gemeinsame Fortbildungen mit Lehrkräften
  • Fallbesprechungen
  • Teilnahme an Organisationsplanungen
  • Kooperation mit Beratungslehrern und Vertrauenslehrern
  • Kriseninterventionsteam

 

Schulsozialarbeit ist prinzipiell freiwillig, neutral und unterliegt der Schweigepflicht (StGB §203)

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